Ertüchtigung eines Bockkrans

Im Zuge der elektrotechnischen Ertüchtigung eines Bockkrans wurde die alten S5-Steuerung, sowie die alten Stromrichter durch eine neue S7-Steuerung und neue Stromrichter der Firma Siemens ersetzt. Das allgemeine Steuerungskonzept des Krans wurde dabei beibehalten.

Bockkran

Bockkran

Die ursprünglichen Schaltschränke für die Niederspannungselektrik, die SPS-Steuerung sowie die Leistungselektronik der Hubwerks-, Katz- und Fahrwerksantriebe wurden mit neuen Schaltgeräten bestückt. Zudem wurden das Hubwerk und das Katzfahrwerk mit einem Profibus-Absolutencoder ausgestattet, um die Hubhöhe bzw. die Position der beiden Katzen zu erfassen.

Die neue S7-Steuerung wurde fehlersicher ausgeführt. So werden alle sicherheitsrelevanten Eingänge fehlersicher eingelesen und verarbeitet. Zu diesen gehört auch der Nothalte-Kreis. Die Nothalt-Taster waren vorher direkt in den Stromkreis der Unterspannungsspule des Kranschalters eingebunden. Im Zuge der Ertüchtigung wurden die Signale auf sicherheitsgerichtete Eingänge der SPS verdrahtet.

Das Kranfahrwerk hat eine Gleichlaufregelung, so dass der Kran normalerweise während der Fahrt nur innerhalb weniger Zentimeter schief läuft. Sollte der Kran durch irgendeinen Umstand doch schief fahren, dann sprechen bei 300mm Schieflauf in beiden Richtungen die Notendschalter an. Das Kranfahrwerk wird dann mechanisch abgebremst und der Kranschalter wird abgeschaltet. Zusätzlich schützt eine Überlastsicherung den Kran. Im Überlastfall wird ein weiteres Heben blockiert und nur das Senken ermöglicht.

Fahrwerk

Fahrwerk

Ferner wurden zwei neue Visualisierungssysteme installiert, das eine im E-Haus, das andere im Führerhaus. Beide Systeme sind identisch und bestehen jeweils aus einem PC und einem Touchscreen-Bildschirm. Die aktuellen Zustände der Antriebe und die Fehlermeldungen werden hier übersichtlich angezeigt. Somit haben die Kranfahrer und die Servicetechniker jederzeit einen detaillierten Überblick über den Bockkran.

Visualisierung

Visualisierung

Um die Verfügbarkeit weiter zu steigern, wurde eine App für Smartphones und Tablets entwickelt. Diese liefert eine genaue Übersicht der Anlage und der Störmeldungen und dient somit einer schnellen Ferndiagnose und Unterstützung des Servicepersonals (Link zur App).

 

Warum HIT?

HIT hat dieses Projekt mit Erfolg abgeschlossen und betreut die Anlage seit dem Umbau. Über eine PC-basierte Bedienoberfläche wurde für das Serviceteam eine gute Anlagen- und Softwarestruktur geschaffen. Von Beginn an hat die Anlage ihre Zuverlässigkeit bewiesen. Diese Eigenschaften erhöhen die Ausfallsicherheit und die Produktivität der Anlage.

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